Qualität für alle

Die SRG setzt auf Qualität. Dank wirtschaftlicher und politischer Unabhängigkeit und hoher Standards erreichen wir im Radio wöchentlich 63 Prozent der Schweizer Bevölkerung, im Fernsehen 66 Prozent und online 32 Prozent. Unsere Angebote geniessen hohe Glaubwürdigkeit (Iakom-Studie 2018, S. 24). Qualität ist Service public.

Wir setzen in unseren Programmen einen Kontrastpunkt zum globalen Trend schnell verbreiteter und oft nicht geprüfter Informationen und Gerüchte. Unsere Medienschaffenden halten sich bei ihrer Arbeit an die Journalismus-Charta.

Die SRG betrachtet Qualität aus drei Perspektiven:

  1. Perspektive des gesellschaftlichen Auftrags: Wie gut erfüllt die SRG ihren Konzessionsauftrag? Indikatoren für eine Antwort auf diese Frage liefern SRG-interne Programmstatistiken, die Befunde der Publikumsräte sowie die vom Bakom in Auftrag gegebenen Programmanalysen.
  2. Perspektive der intern gesteckten Ziele: Wie gut erfüllt die SRG ihre eigenen Vorgaben wie Leitlinien, Ausbildungsvorgaben usw.? Wie gut erreichen wir die Ziele unserer Unternehmensstrategie und der Teilstrategien? Indikatoren für eine Antwort liefern SRG-interne Statistiken und Reportings.
  3. Perspektive des Publikums: Wie gut kommt das Programm beim Publikum an? Indikatoren für eine Antwort liefern die Quoten sowie regelmässige Umfragen.

Art. 4 der Konzession beschreibt die publizistischen Qualitätsanforderungen an die SRG:

  • Das Programmschaffen der SRG hat hohen qualitativen und ethischen Anforderungen zu genügen.
  • Die einzelnen Programmbereiche orientieren sich am Programmauftrag. Dieser ist ebenfalls in der Konzession beschrieben.
  • Die einzelnen Programmbereiche haben sich durch Relevanz, Professionalität, Unabhängigkeit, Vielfalt und Zugänglichkeit auszuzeichnen. Diese fünf Kriterien bilden die Basis des Qualitätssicherungssystems der SRG.
  • Die SRG stellt die Unverwechselbarkeit ihrer Programme sicher und unterscheidet sich damit von kommerziell ausgerichteten Veranstaltern.
  • Die SRG strebt eine hohe Akzeptanz bei den verschiedenen Zielpublika an.
  • Die SRG führt regelmässig interne Qualitätskontrollen durch.
  • Die SRG lässt regelmässig Qualitätskontrollen durch externe Experten durchführen. Die jährlichen Kontrollen finden in allen Unternehmenseinheiten der SRG statt. Sie werden von Fachleuten mit den erforderlichen beruflichen Fähigkeiten und Erfahrungen geleitet.
  • Die SRG informiert die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Qualitätskontrollen: In ihrem Jahresbericht informiert sie über ihre Anstrengungen zur Förderung der redaktionellen Qualität ihrer Programme und gibt auf ihren Plattformen Auskunft über ihr Qualitätssicherungssystem.

Qualität als Prozess

Qualität ist kein Zustand, sie muss stets aufs Neue erarbeitet werden. Wir haben Instrumente entwickelt, um die Qualität im Programm zu messen, zu steuern und zu überwachen. Anregungen und Vorschläge unserer Mitarbeitenden helfen uns, das Qualitätsmanagement praxisbezogen weiterzuentwickeln. Wir tauschen uns intensiv aus mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland und der Forschungs-Community.

Interne und externe Aufsichtsorgane der SRG

Wir werden systematisch von vielen Augen beaufsichtigt. Das Publikum ist ein wichtiger Gradmesser: Die fünf Publikumsräte beobachten das Programm kritisch und unabhängig. Und ausserhalb dieser Räte ist die Meinung des Publikums gefragt, so etwa in Gruppendiskussionen für die Programmentwicklung.

Darüber hinaus existieren zahlreiche externe Kontrollorgane, die unsere Arbeit beaufsichtigen und zu Verbesserungen anregen: Bakom und Uvek kontrollieren, ob die gesetzlichen Grundlagen erfüllt sind. Der Schweizer Presserat wacht als Milizorgan über die Qualität des öffentlichen Rundfunks und des schweizerischen Journalismus. Die fünf Ombudsstellen vermitteln bei sämtlichen Beanstandungen aus der Bevölkerung gegen unser publizistisches Angebot. Ist eine Person nicht zufrieden, kann sie danach eine Beschwerde bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) einreichen, die ein juristisches Verfahren durchführt.