Der Geschäftsbericht 2025 ist online
Mit Musik- und Sportevents wie dem ESC, der Frauenfussball-EM und dem ESAF hat die SRG im vergangenen Jahr ihre Stärken einmal mehr unter Beweis gestellt: Sie vereinte Menschen über die Sprachgrenzen hinweg und schuf Momente, die in Erinnerung bleiben. Der Geschäftsbericht macht dies sichtbar und liefert wichtige Kennzahlen zum Service public und zum Unternehmen.
Foto: Keystone SDA / Til Buergy
«Transformation, Effizienzsteigerung und Sparmassnahmen sind kein Selbstzweck: Sie dienen dem Auftrag der SRG», betonen Generaldirektorin Susanne Wille und Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina im Vorwort des Geschäftsberichts. Vor dem Hintergrund veränderter Mediennutzung, neuer finanzieller Rahmenbedingungen und des Volksentscheids vom 8. März 2026 entwickelt sich die SRG strategisch weiter. Mit dem Transformationsprozess Enavant stellt sie sich schlanker und digitaler auf – und sie verstärkt die Zusammenarbeit über die Regionen hinweg.
Erfolgreiche interregionale Produktionen
Die Sender der SRG haben 2025 zahlreiche Projekte gemeinsam umgesetzt. Bei den alpinen Skiweltmeisterschaften, der Frauenfussball-EM und dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) arbeiteten RSI, RTS und SRF eng zusammen, um am Radio, im Fernsehen und online eine angemessene sprachregionale Berichterstattung anzubieten.
Der Eurovision Song Contest (ESC) in Basel sorgte für einen neuen Rekord: Noch nie konnten die Halbfinal- und Finalshows so barrierefrei verfolgt werden wie im letzten Jahr – dies dank des SRG-Angebots für Audiodeskription, Gebärdensprache und Untertitelung.
Eckdaten zu den SRG-Mitarbeitenden
Ende 2025 waren bei der SRG 6766 Personen angestellt, was 5479 Vollzeitstellen (Full Time Equivalent, FTE) entspricht. Dies sind 364 Personen beziehungsweise 248 FTE weniger als ein Jahr zuvor. Zwei Drittel der Mitarbeitenden sind in Redaktion und Produktion und damit im journalistischen Kerngeschäft tätig. Mit 85,2 Prozent ist die grosse Mehrheit der Belegschaft dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt.
Nutzung der Onlineangebote gestiegen
Die Anzahl Radiohörer:innen ist aufgrund der UKW-Abschaltung per Ende 2024 wie erwartet gesunken – von 52 auf 45 Prozent der Bevölkerung, die wöchentlich Radio auf den Sendern der SRG hören. Die Gesamtnutzung des SRG-Angebots ist nach wie vor hoch: 81 Prozent der Bevölkerung nutzen ein Angebot der SRG mindestens einmal pro Woche (2024: 83 Prozent).
Gleichzeitig ist die monatliche Anzahl Visitors bei den Online-Angeboten der SRG (Websites und Apps) von 24,8 Millionen auf 26,3 Millionen gestiegen. Besonders positiv entwickelte sich beispielsweise das Onlineangebot von RSI, das 2025 einen Zuwachs von 1,8 auf 2,4 Millionen Visitors pro Monat erreichte.
Leicht negatives Jahresergebnis
Die SRG schreibt für 2025 bei einem Betriebsertrag von 1,56 Milliarden Franken einen Verlust von 2,9 Millionen Franken. Zum einen liegt dies am rückläufigen Betriebsertrag infolge tieferer Einnahmen aus der Medienabgabe und einem Rückgang der Werbeerträge. Zum anderen hat die SRG Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprozess Enavant gebildet (siehe Medienmitteilung SRG vom 8. April 2026).
Diese Rückstellungen sind auch der Grund, weshalb der Personalaufwand trotz sinkender Gehaltskosten zugenommen hat. Mit den Rückstellungen in der Höhe von 49,7 Millionen Franken zulasten der Jahresrechnung 2025 sind die Sozialplankosten für den Personalabbau bis 2029 schon in der Bilanz erfasst, sodass künftige Ergebnisse der SRG dadurch nicht mehr belastet werden.
Der Geschäftsbericht erscheint online auf Deutsch und Französisch. Im Download Center sind der Geschäftsbericht, die Jahresrechnung, die Programmstatistik sowie die separate Publikation «Facts & Figures Pacte» zur Produktion von Filmen und Serien auch als PDF verfügbar.
SendungskostenErgänzend zum Geschäftsbericht veröffentlichen die SRG-Regionaleinheiten auf ihren Websites die Kosten ihrer Radiosender und Fernsehformate:
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Kontakt
Kommunikation und Public Affairs SRG
Cornelia Egli
info@srgssr.ch