Fairness und Transparenz

Wir schulden den Gebührenzahlenden Rechenschaft über unser Handeln. Wir sind eines der transparentesten Medienhäuser Europas und nehmen offen Stellung zu Zahlen und Aktivitäten. Wir publizieren unsere TV-Sendungskosten und weisen die Kosten unserer Radiosender aus. Auch Zahlen und Fakten zu Löhnen und Mitarbeitenden veröffentlichen wir.

Für unsere rund 6000 Beschäftigten wollen wir eine faire Arbeitgeberin sein. Seit 2013 beteiligen wir uns am Lohngleichheitsdialog des Bundes. Gegenwärtig sind unsere Frauenlöhne 3,7 Prozent tiefer als die Männerlöhne. Im Vergleich zur Schweizer Gesamtwirtschaft ist dies zwar ein gutes Ergebnis, zumal die Toleranzschwelle des Bundes bei 5 Prozent liegt. Doch damit ist es noch nicht getan. Zusammen mit dem Sozialpartner Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) ergreifen wir Massnahmen, um die Unterschiede weiter zu reduzieren.

Mit einem Frauenanteil von 43 Prozent ist das Geschlechterverhältnis in der SRG relativ ausgeglichen. Beim Personal, das im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags angestellt ist (inklusive Auszubildende), beträgt der Frauenanteil 45 Prozent, im Kader 27 Prozent. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil im Kader bis 2020 auf 30 Prozent zu erhöhen. 52,2 Prozent der GAV-Mitarbeitenden arbeiten Teilzeit (Kader: 14,5 Prozent). Um den Teilzeitanteil im Kader zu erhöhen, fördern wir bei jeder Neubesetzung Teilzeitpensen.

Transparenz in der Jahresberichterstattung

Die SRG zeigt, wie sich die Löhne ihrer Topkader, Kader und Mitarbeitenden entwickeln und vergleicht sich mit der Schweizer Gesamtwirtschaft und anderen Unternehmen. Zudem zeigt sie die Vergütung der Geschäftsleitung der Unternehmenseinheiten sowie die Durchschnittslöhne nach Berufsgruppen und nach ausgewählten journalistischen Funktionen.

Auf den Websites von SRF, RTS, RSI und RTR findet man die Kosten von Nachrichten-, Magazin- und Talksendungen, Spielfilmen und Serien, Unterhaltungs- und Musiksendungen, Dokumentationen und Reportagen sowie Sportsendungen. Zudem publizieren alle Unternehmenseinheiten die Kosten ihrer Radiosender.

Auf den Websites von SRF, RTS, RSI und RTR gelangt man zu den Kosten grosser nationaler Koproduktionen wie beispielsweise «Gotthard», «DADA DATA» oder «1.-August-Sendung». Zudem weist die SRG die Gesamtkosten für Sportrechte aus: im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre 51,2 Millionen Franken pro Jahr.

Die SRG bietet dem Publikum ein Sportprogramm mit mehr als 100 Sportarten. Das ist einzigartig in Europa – auch im Kosten-Nutzen-Verhältnis: Pro Haushalt kostet das Sportangebot 1 Franken und 12 Rappen pro Woche. Neben Olympischen Spielen und beliebten Sportarten wie Fussball, Eishockey und Ski Alpin finden auch Sportarten, die weniger im Fokus stehen, eine Bühne. Dazu zählen unter anderem Rudern, Fechten, Schwimmen, Handball, Unihockey, Volleyball oder Golf.