Lettische Leckerbissen und sinnliche Animationen

News 29.08.2018

Vom 4. bis 9. September steht Baden im Zeichen des Animationsfilms: Das 16. Internationale Festival für Animationsfilm Fantoche setzt dieses Jahr auf lettische Kurzfilme und sinnliche Ausdrucksformen. Die SRG unterstützt das Festival als Medienpartnerin.

Wie jedes Jahr im September dreht sich in Baden während sechs Tagen alles um animierte Kurz- und Langfilme aus aller Welt. Am diesjährigen 16. Internationalen Festival für Animationsfilm Fantoche messen sich 73 Animationsfilme in drei Wettbewerbskategorien. Das vielseitige Festivalprogramm mit den Schwerpunkten «Doucement Sexy» und «Lettland» wird von Präsentationen, Vortragsreihen und Ausstellungen begleitet.

13 SRG-Koproduktionen sind mit dabei

Im «Internationalen Wettbewerb» konkurrieren 29 Filme um fünf Preise, darunter auch die SRG-Koproduktion «Selfies» von Claudius Gentinetta. Weitere elf Koproduktionen kämpfen in der Kategorie «Schweizer Wettbewerb» um eine Auszeichnung. Lynn Gerlach ist mit ihrem Film «Drachenhöhle» im Rennen um den «Best Kids» und Kinderpublikumspreis.

Spannende Geschichten vor und hinter den Kulissen: Interview mit Festivalleiterin Annette Schindler

Ob «Belladonna of Sadness» oder «Animeo & Humania» – das Animationsfestival in Baden zeigt Filme, die Grenzen ausloten. Annette Schindler, Festivalleiterin des Fantoche, erläutert, was die Experimentierlust des Festivals ausmacht.

Annette Schindler, was macht Fantoche zu einem besonderen Filmfestival?

Fantoche ist das grösste Schweizer Animationsfilmfestival. Wenn Sie sehen wollen, was bei jungen Filmemachern gerade angesagt ist oder welche witzigen und schrägen Langfilme im letzten Jahr entstanden sind, bietet Fantoche die Gelegenheit dazu. Einen Grossteil der Filme zeigen wir exklusiv am Festival – sie sind weder im Kino noch online zu sehen. Besonders ist auch, dass viele Filmemacherinnen und -macher sowie Filmbeteiligte anwesend sind. Sie nehmen sich Zeit für ihr Publikum. Wer ihnen zuhört, erfährt spannende und teilweise recht abenteuerliche Geschichten, die sich hinter den Kulissen einer Filmproduktion zutragen.

In welcher Hinsicht ist das Fantoche experimentierfreudig?

Fantoche steht für Animationsfilme, die Grenzen ausloten. Dazu braucht es Experimentierlust und den Mut, anders zu denken. Wir beziehen neue Technologien wie «Augmented Reality» oder «Virtual Reality» mit ein und experimentieren mit 360°-Erlebnissen. Einige Versuche funktionieren, andere scheitern. Aber alle ermöglichen uns, weitere Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen.

Dieses Jahr zeigt Fantoche eine Auswahl an Filmen aus Lettland. Was zeichnet diese Filme aus?

Lettische Animationsfilme haben herausragende visuelle Qualitäten, interessante Narrationen und einen schönen Erzählfluss. Den Filmemacherinnen und Filmemachern aus dem Baltikum gelingt es immer wieder aufs Neue, Stil, Form, Bild und Ton in unzähligen Varianten raffiniert zu kombinieren. Mit ihren Produktionen schaffen sie es regelmässig in unseren Wettbewerb und sind seit den Anfängen unseres Festivals gern gesehene Gäste.