SRG SSR

CINEMAsuisse

Zweite Staffel der Reihe «CINEMAsuisse»

2012-06-07 Cine Suisse Logo (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Nachdem die SRG 2012 die grossen Regisseure des «neuen Schweizer Films» vorgestellt hat, zeigt sie diesen Sommer zehn Porträts der sogenannten Nachwuchsgeneration.

Ob Dokumentarfilmer oder Spielfilmregisseurin: Die in der zweiten Staffel der Reihe «CINEMAsuisse» porträtierten Filmschaffenden sprengen die Grenzen der Genres. Lionel Baier, Jean-Stéphane Bron, Christian Frei, Ursula Meier, Fernand Melgar, Bettina Oberli, Christoph Schaub, Mohammed Soudani, Andrea Staka und Michael Steiner sind Vertreterinnen und Vertreter einer neuen Generation hinter der Kamera, die das Bild einer besorgten und multiethnischen Schweiz zeichnen. Es ist nicht mehr das monolithische und etwas archaische Land, aus dem die Leute durch Abenteuer oder Träume auszubrechen versuchten (wie Fredi M. Murer oder Alain Tanner das in den Sechzigerjahren meisterhaft darstellten). Die Schweiz ist heute eher ein Land, dessen Identität vielfältige und mitunter zwiespältige Facetten aufweist und das dem restlichen Europa viel ähnlicher ist als noch zur Zeit des «neuen Schweizer Films».

Die Protagonisten der zehn neuen Porträtfilme sind eher empört als militant und gehören keiner «Schule» an. Wenn auch jede und jeder von ihnen anders ist, so eint sie doch der Wille, Veränderungen herbeiführen sowie unterschiedliche und oft widersprüchliche Realitäten abbilden zu wollen – Welten, die sich nicht mehr eindeutig voneinander trennen lassen. Die Porträtfilme zeigen die Vielfalt der Herangehensweisen und die filmischen oder kulturellen Einflüsse dieser neuen Generation von Filmschaffenden.

CINEMAsuisse ist ein nationales Projekt der SRG in Zusammenarbeit mit SRF, RTS, RSI und RTR. Es illustriert die Partnerschaft zwischen der unabhängigen Filmbranche und unseren nationalen Fernsehsendern. Lange wurden Kino und Fernsehen als Konkurrenten angesehen, doch das Schweizer Beispiel zeigt, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitiert haben und dies auch weiterhin tun werden.

Die zehn Porträts über Schweizer Filmschaffende der Reihe CINEMAsuisse 2 werden ab Ende Juni 2013 auf SRF, RTS, und RSI ausgestrahlt.

 

 

Lionel-Baier sm

Lionel Baier
Realisation: Robin Harsch

Er ist ein äussert produktiver Regisseur, der in allen Genres zu Hause ist: Dokumentarfilm, Spielfilm, Experimentelles. In allem spürt das Publikum den Drang des jungen Autors, Geschichten zu erzählen, die häufig von seinem eigenen Leben und Umfeld inspiriert sind. Lionel Baier leitet zudem die Filmabteilung der ECAL.

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Jean-Stéphane Bron (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Jean-Stéphane Bron 
Realisation: Marie-Eve Hildbrand

Der innovative Dokumentarfilmer nimmt sich komplexer Themen an: Ob der Bundeshausbetrieb, die Fichenaffäre oder die amerikanische Hypothekarkrise, Jean-Stéphane Brons Filme finden ihr Publikum. Jedem seiner Filme liegt ein formal strenges Konzept zugrunde. Das wird bei seinem Dokumentarfilm über Christophe Blocher (2013) nicht anders sein. 

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Christian Frei (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Christian Frei
Realisation: Jan Gassmann

Der international bekannte Dokumentarfilmer Christian Frei richtet seinen scharfen Blick in erster Linie aufs Ausland. Kuba, Afghanistan oder der russische Weltraumbahnhof sind seine bevorzugten Arbeitsfelder, denen er sich einfühlsam über die Menschen nähert. «War Photographer», sein Film über die Kriegsfotografen, war 2002 als bester Dokumentarfilm für den Oscar nominiert. Galerie

 

 

 

Ursula Meier (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Ursula Meier
Realisation: Robin Harsch

Nach verschiedenen Kurzfilmen dreht Ursula Meier heute erfolgreich Spielfilme. Die französisch-schweizerische Regisseurin wagt sich an sensible Themen, hinterfragt Familienbanden und führt ihre Schauspielerinnen und Schauspieler mit sicherer Hand. «Winterdieb» (Sister) erlebte an der Berliniale 2012 seine Welturaufführung.

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Fernand Melgar (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Fernand Melgar
Realisation: Pierre-Yves Borgeaud

In seinen Dokumentarfilmen wirft Fernand Melgar einen besonderen Blick auf die Schweiz. Der überzeugte Humanist konfrontiert uns mit Fragen nach dem Recht auf Freitod und dem Schicksal von Migranten. «Ich mache engagiertes Kino, kein militantes – im Einklang mit der Schweizer Demokratie», beschreibt er seine Haltung.

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Bettina Oberli (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Bettina Oberli
Realisation: Christina Pollina

Die erfolgreiche Spielfilmregisseurin Bettina Oberli ist in der Schweizer Filmszene ein sicherer Wert. Ihre Komödie «Die Herbstzeitlosen» war ein nationaler Kassenschlager. Die Bernerin nimmt sich aber auch tragischeren Schicksalen und Geschichten an und deckt die komplette filmische Palette ab. 

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Christoph Schaub (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Christoph Schaub
Realisation: Monika Schärer

Das filmische Schaffen von Christophe Schaub gliedert sich in drei Phasen. Seine ersten Filme greifen die politischen Unruhen in Zürich Anfang der 1980er Jahre auf. Anschliessend befasste sich der Regisseur mit Architektur. Vor einigen Jahren hat er sich dem Spielfilm zugewandt, mit grossem Erfolg, wie «Julias Verschwinden» belegt. 
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Mohammed Soudani (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Mohammed Soudani
Realisation: Mirto Storni

Der Dokumentar- und Spielfilmautor Mohammed Soudani mit algerischen Wurzeln suchte 1971, mit 22 Jahren, sein Glück als Fussballer in der Schweiz. Doch seine Leidenschaft für den Film liess ihn nicht los. Er arbeitete an unzähligen Filmprojekten mit. So zeichnete er auch seine eigene Herkunft nach. Die Hinwendung zum Menschlichen prägt seine Arbeit und treibt ihn an. 

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Andrea Staka (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Andrea Staka
Realisation: Barbara Seiler

Andrea Stakas Thema ist die Identität, dem sie in Dokumentar- und Spielfilmen nachgeht. Die Schweizer Regisseurin schöpft aus ihren jugoslawischen Wurzeln und stellt sich ihrer Wahlheimat Zürich, zu der sie eine Hassliebe unterhält – ein Gefühl, das auch ihren bisher erfolgreichsten Film prägt: «Das Fräulein». 

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Michael Steiner (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Michael Steiner
Realisation: Jürg Gautschi 

Michael Steiner gilt als grösstes Talent unter den Deutschschweizer Filmschaffenden seiner Generation. Seine Spielfilme kommen beim breiten Publikum an. Der umtriebige Regisseur experimentiert in allen Genres, wagt sich an alle Themen – ob politisch brisant wie bei «Grounding», ob Fantasy oder Komödie. Wir dürfen uns auf weitere Überraschungen freuen.

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DVD

Die DVD-Box «CINEMAsuisse» mit den Porträts der zwanzig Filmschaffenden (CINEMAsuisse 1 und 2) ist lieferbar ab Mitte August. Hier bestellen: cinemasuisse(at)srgssr.ch

CINEMAsuisse Box
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