SRG SSR

Hackdays 2017

Hackdays 2017 begeistern über 150 kreative Denker

Am 2. und 3. Februar 2017 fanden in Zürich und Genf zum vierten Mal die Hackdays statt. Aus dem Programmier-Event, den die SRG und Swisscom zusammen organisieren, gehen rund 30 unterschiedliche Projektideen hervor. Aber ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie sind inspirierend, clever und überraschend. 

Zürich Leutschenbach, Studio 2. Es ist 11 Uhr. Seit einer Stunde sind die Hackdays 2017 in vollem Gang – zeitgleich mit Genf, dem Hackdays-Standort in der Westschweiz. Im grossräumigen Fernsehstudio ist Stille eingekehrt: Die kreativen Entwickler, Gestalterinnen und Programmierer haben mit ihren Notebooks an den runden Tischen Platz genommen. Nun ist konzentriertes Arbeiten angesagt. Hie und da werden ein paar Worte gewechselt – hin und wieder fällt ein flüchtiger Blick auf das mit farbigen Notizzetteln beklebte Flipchart. Im Hintergrund buzzt schwach Musik, die Uhr tickt. Noch bleiben mehr als 24 Stunden.


Nationaler Event an zwei Standorten

Die Mehrheit der Entwicklerinnen und Entwickler ist bereits mit einer konkreten Projektidee an die Hackdays gekommen. Programmierer Germán Bett ist mit zwei Kollegen aus Holland angereist. Er erklärt, dass ihre Projektidee «TVitter» im Rahmen eines anderen Hackday-Events entstanden ist. Anhand der zur Verfügungen stehenden Daten werden die drei versuchen, SRF-Sendungen mit einer Chatroom-Funktion zu versehen. Diese soll dem Fernsehpublikum helfen, neue Sendungen zu entdecken.

Nebst IT-begeisterten Mitarbeitenden der SRG und Swisscom nehmen auch externe Entwicklerinnen und Entwickler an den Hackdays teil. Neu können sie zwischen den Hackdays-Standorten Zürich und Genf wählen. «Wir wollen aus den Hackdays einen nationalen Event machen», sagt Mitorganisatorin Sara Moser. Mit dem Resultat ist sie mehr als zufrieden: Über 150 Entwickler, Konzepterinnen und Designer sind der Ausschreibung gefolgt.

Raum für innovatives Denken

Die Hackdays finden bereits zum vierten Mal statt. Die SRG und Swisscom veranstalten den Event gemeinsam, weil sie Innovation fördern und Raum für die Umsetzung von Ideen bieten wollen. Dies geschieht auf der Basis von Metadaten, welche die SRG auf der Internetplattform api.srgssr.ch zur Verfügung stellt. Damit können die Entwicklerinnen und Entwickler neue Prototypen und Applikationen entwerfen. Was sie mit den Daten machen, ist ihnen überlassen. «Wir verzichten bewusst auf Vorgaben», sagt Dominik Born, Initiant der Hackdays. «Trial and Error – das wird hier gelebt.» Er ist überzeugt, dass sich das eine oder andere Projekt nach den Hackdays weiterentwickeln wird. So oder so: Die Hackdays sind eine wertvolle Erfahrung. Darin sind sich die drei Programmierer aus Holland einig: «The most important thing is connecting with other people», erklärt Germán Bett. Er schaut auf die Uhr. Der Stundenzeiger steht auf 14 Uhr. Der Wettkampf ist zu Ende, es ist Zeit für die Siegerehrung.

Vier Gewinnerprojekte

Bewertet werden die Projekte nicht von einer Jury, sondern von den Teilnehmenden selbst. Zu diesem Zweck werden die Designerinnen und Programmierer aus Genf live zugeschaltet. Gemeinsam küren sie die folgenden vier Gewinner:

1. Rang: «TVitter» (Entwicklerteam aus Holland)

2. Rang: «EmojiNews» & «Showquiz»

3. Rang: «RTS le Jeu»

Eliane Noverraz, Hauptverantwortliche der Hackdays, ist mit dem Resultat sehr zufrieden: «Wir haben 31 spannende Projekte gesehen. Nun ist es wichtig, diese an den richtigen Stellen in der SRG weiterzutreiben, zu vertiefen und im Idealfall umzusetzen.» Um diese Chancen zu erhöhen, haben die Organisatoren die Bedürfnisse der Redaktionen und Onlineteams der SRG im Vorfeld abgeholt und bewusst in den Prozess einbezogen.

Impressionen zu den Hackdays 2017 und weitere Informationen:

 

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