SRG SSR

Verbreitung

Die SRG produziert und verbreitet Programme. Damit sie ihren Distributionsauftrag in jedem Fall erfüllen kann, verfügt sie über eine komplexe Infrastruktur.


Grundversorgung für Radio und Fernsehen

Der Empfang von Radioprogrammen ist auf vier, jener von Fernsehprogrammen der SRG auf fünf Arten möglich. Somit ist eine fast 100-prozentige Ver­sorgung der Haushalte in der Schweiz garantiert. Sowohl beim Radio als auch beim Fernsehen profitiert das Publikum von neuen Technologien und deren Qualitäten. Die SRG treibt deshalb die Modernisierung von Radio und Fernsehen voran und investiert in die digitale Zukunft beider Medien, beispielsweise mit hochauflösen­dem Fernsehen (HDTV und Dolby Digital) oder störungsfreiem Radio (Digital Audio Broadcasting, DAB).

Radio

Terrestrisch Empfang von Programmen der SRG über eine Haus-, Zimmer- oder Autoantenne:

DAB (Digital Audio Broadcasting) – der digitale Empfang: für alle Programme der eigenen Sprachregion sowie die ersten Programme der anderen Sprachregionen. Darüber hinaus sind je nach Sprachregion unterschiedlich zusammengestellte digitale Programmpakete verfügbar. Ziel ist, DAB in den nächsten Jahren auf DAB+ anzuheben. Vorteil: Mit der gleichen Infrastruktur lassen sich pro Sender fast doppelt so viele Programme verbreiten.

UKW – der analoge Empfang: für die Programme der eigenen Sprachregion sowie der ersten Programme der anderen Sprachregionen.
Kabel Mindestens Empfang der SRG-Programme der eigenen Sprachregion sowie der ersten Programme der anderen Sprachregionen.
Satellit Digitaler Empfang aller 18 Programme der SRG über Hotbird 7a und 8 von Eutelsat.
Internet Empfang aller 18 Programme über Live-Streaming.

Fernsehen

Terrestrisch DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial), der gesamtschweizerische digitale Empfang: Zu empfangen sind jeweils die beiden SRG-Programme der eigenen Sprachregion sowie die ersten Programme der anderssprachigen Regionen.
Kabel SF 1, SF zwei, RTS Un, RTS Deux, LA 1, LA 2 und SF info.
Satellit Empfang von sieben Programmen der SRG (SF 1, SF zwei, RTS Un, RTS Deux, LA 1, LA 2 und SF info) über Hotbird 8 von Eutelsat. Diese Empfangsart erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Da die TV-Programme via Satellit aus lizenz- und urheberrechtlichen Gründen verschlüsselt gesendet werden müssen, bedarf es für den Empfang der SRG-Fernsehprogramme einer SatAccess-Karte.
Internet Über die Websites der einzelnen Fernsehprogramme der SRG können zahlreiche Sendungen zeitversetzt als Stream angeschaut werden. Verschiedene Anbieter (z.B. Wilmaa und Zattoo) bringen die Programme der SRG über Software-Player auf den Computerbildschirm.
IPTV Internet Protocol Television: Die Datenübertragung erfolgt über das Internetprotokoll (IP). Je nach Kabelnetzbetreiber und nach Sprachregion sind unterschiedlich zusammengestellte Programmpakete verfügbar.

Grundversorgung in Krisensituationen

Dank ihrer Struktur als nationales Unternehmen ist sichergestellt, dass die SRG die Bevölkerung auch in ausserordentlichen Situationen informieren kann. Sind konkrete Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung nötig, so können die Behörden eine Alarmmeldung (Informationssystem Icaro) in die Wege leiten. Bei schweren Krisen ist die SRG das offizielle Informationsorgan des Bundesrates. Leistungsvereinbarungen stellen sicher, dass sich der Bundesrat jederzeit an die Bevölkerung wenden kann. Zu diesem Zweck verfügt die SRG über ein Notsendernetz: Falls sie nicht mehr in der Lage ist, ihre regulären Programme herzustellen und zu verbreiten, produzieren ihre Journalistinnen und Techniker ein dreisprachiges Radio-Notprogramm unter der direkten Verantwortung des Bundes.


Vielfältige Formen der Mediennutzung

Die Digitalisierung verändert auch in der Schweiz die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Medienkonsumenten:

  • Multimedia-Angebote im Internet erlauben es, Spezialinteressen besser zu bedienen, als dies mit der herkömmlichen linearen Versorgung möglich ist.

  • Multifunktionale Geräte wie der Computer und das Mobiltelefon sind vor allem für das junge Publikum ein Marktplatz für Ton-, Bild- und Textangebote, die orts- und zeitunabhängig abrufbar sind.

  • Der lineare Radiokonsum nimmt bei den Jugendlichen laufend ab. Die Radios der SRG behaupten sich aber besser als ihre Konkurrenten. Denn mit dem zeitversetzten Radiohören (Podcasts, Radio on Demand) oder durch den Radiokonsum via Internet gewinnt die SRG neue Radiohörerinnen und -hörer. 

  • Das Internet ist zur Erfüllung der Bedürfnisse des Fernsehpublikums zunehmend unver­zichtbar. Denn es ermöglicht einen auf die individuellen Vorlieben zugeschnittenen Fernseh­konsum und befreit vom Diktat fixer Sendezeiten.

Das multimediale Angebot der SRG ist die Antwort auf den Wandel, der laufend neue Technologien hervorbringt und das Publikumsverhalten prägt. So trägt die SRG dem veränderten Medienkonsum Rechnung und erreicht die neue Mediengeneration immer besser.

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