SRG SSR

Verbreitung

Verbreitung

Die SRG produziert und verbreitet Programme. Damit sie ihren Distributionsauftrag in jedem Fall erfüllen kann, verfügt sie über eine komplexe Infrastruktur.


Grundversorgung für Radio und Fernsehen

Der Empfang von Radio- und Fernsehprogammen der SRG ist auf mehrere Arten möglich. Somit ist eine fast 100-prozentige Versorgung der Haushalte in der Schweiz garantiert. Sowohl beim Radio als auch beim Fernsehen profitiert das Publikum von neuen Technologien und deren Qualität. Die SRG treibt deshalb die Modernisierung von Radio und Fernsehen voran und investiert in die digitale Zukunft beider Medien, beispielsweise mit hochauflösendem Fernsehen (HDTV und Dolby Digital) oder störungsfreiem Radio (Digital Audio Broadcasting, DAB). Im Rahmen dieser Infrastrukturerneuerung wurde DAB im Oktober 2012 in allen Landesteilen der Schweiz von der neuen ­Radiotechnologie DAB+ abgelöst. Der Vorteil: Mit der gleichen Infrastruktur lassen sich bei praktisch gleicher Qualität pro Sender fast doppelt so viele Programme verbreiten.

Für die terrestrische Verbreitung ihrer Radioprogramme unterhielt die SRG im Jahr 2015 rund 1115 und für die Fernsehprogramme rund 228 Sendeanlagen.

Grundversorgung in Krisensituationen

Dank ihrer Struktur als nationales Unternehmen ist sichergestellt, dass die SRG die Bevölkerung auch in ausserordentlichen Situationen informieren kann. Sind konkrete Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung nötig, so können die Behörden eine Alarmmeldung (Informationssystem Icaro) in die Wege leiten. Bei schweren Krisen ist die SRG das offizielle Informationsorgan des Bundesrates. Leistungsvereinbarungen stellen sicher, dass sich der Bundesrat jederzeit an die Bevölkerung wenden kann. Falls sie nicht mehr in der Lage ist, ihre regulären Programme herzustellen und zu verbreiten, produzieren ihre Journalistinnen und Techniker ein dreisprachiges Radio-Notprogramm unter der direkten Verantwortung des Bundes.


Vielfältige Formen der Mediennutzung

Die Digitalisierung verändert auch in der Schweiz die Gewohnheiten und Bedürfnisse der Medienkonsumenten:

  • Multimedia-Angebote im Internet erlauben es, Spezialinteressen besser zu bedienen, als dies mit der herkömmlichen linearen Versorgung möglich ist.

  • Multifunktionale Geräte wie der Computer und das Mobiltelefon sind vor allem für das junge Publikum ein Marktplatz für Ton-, Bild- und Textangebote, die orts- und zeitunabhängig abrufbar sind.

  • Der lineare Radiokonsum nimmt bei den Jugendlichen laufend ab. Die Radios der SRG behaupten sich aber besser als ihre Konkurrenten. Denn mit dem zeitversetzten Radiohören (Podcasts, Radio on Demand) oder durch den Radiokonsum via Internet gewinnt die SRG neue Radiohörerinnen und -hörer. 

  • Das Internet ist zur Erfüllung der Bedürfnisse des Fernsehpublikums zunehmend unver­zichtbar. Denn es ermöglicht einen auf die individuellen Vorlieben zugeschnittenen Fernseh­konsum und befreit vom Diktat fixer Sendezeiten.

Das multimediale Angebot der SRG ist die Antwort auf den Wandel, der laufend neue Technologien hervorbringt und das Publikumsverhalten prägt. So trägt die SRG dem veränderten Medienkonsum Rechnung und erreicht die neue Mediengeneration immer besser.

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