SRG SSR

Unterhaltung

Unterhaltung

Unterhaltung gehört zum Programmauftrag der SRG. Und so mannigfaltig die Ansprüche des Publikums sind, so vielfältig ist das Angebot der SRG.


Musiksendungen, Comedy-Darbietungen und Talk-Shows sind die besten Beispiele: Unterhaltung vermittelt kulturelle Werte und ist identitätsbildend. Und was kann nachhaltiger sein als eine Sendung, die unterhaltenden Charakter hat, aber gleichzeitig zum Denken anregt, Diskussionen auslöst und vielleicht sogar in anderen Formaten oder Medien zu einer gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung führt? Das zeigt klar: Die Grenzen zwischen den Sparten Information, Bildung und Unterhaltung sind fliessend.   


Für alle etwas

Wie die Information, der Sport, die Kultur oder die Bildung ist die Unterhaltung ein Bestandteil des Leistungsauftrages der SRG, was auch in der Konzession vorgeschrieben ist. Die Programmpalette soll den vielfältigen Bedürfnissen des Publikums gerecht werden. Und so zahlreich wie die verschiedenen Sparten sind, so mannigfaltig sind auch die Genres, Formate und Inhalte in der Unterhaltung. Dazu gehören im Radio beispielsweise Hörspiele, Quizsendungen und Wunschkonzerte. Im Fernsehen sind es etwa Quiz-, Talk- und Musikshows, Sitcoms, Serien, Spiel- oder Trickfilme.

Die Fernsehforschung zeigt: Es sind insbesondere Unterhaltungsshows und Quizsendungen zur Primetime, die ein grosses Publikum haben. Diese Sendungen sind deshalb auch für die Werbung attraktiv und ermöglichen indirekt die Finanzierung und Ausstrahlung von Sendungen zu Politik, Kultur und Philosophie, die ein kleineres Publikum ansprechen. Darum: Damit die einen Sitcoms und die andern Literatursendungen geniessen können, braucht es Verständnis und Solidarität auf beiden Seiten (siehe auch Thema Solidarität). Kurz: Die SRG produziert in der Unterhaltung nicht nur Sendungen, die möglichst hohe Marktanteile erzielen, sondern bietet auch Unterhaltungssendungen an, die ein kleines Publikum interessieren.


Für Unverwechselbarkeit sorgen

Selber produzierte Informations- und Unterhaltungssendungen machen die Fernsehprogramme der SRG unverwechselbar gegenüber den Programmen der ausländischen Konkurrenz. Nicht zuletzt deshalb werden solche Eigenproduktionen zur besten Sendezeit gesendet. Beim Schweizer Radio und Fernsehen gehören dazu beispielsweise Sendungen wie «Giacobbo / Müller», «Aeschbacher» oder «Happy Day»; bei Radio Télévision Suisse Sendungen wie «Temps Présent», «À Bon Entendeur», «Mise au Point» oder «Les Coups de Coeur» und bei Radiotelevisione svizzera di lingua italiana Sendungen wie «Attenti a quei due» und «Cash».

Für das sprachregionale Programmraster, das Konzept von Sendungen und die Gestaltung der Beiträge sind die Unternehmenseinheiten respektive deren Programmverantwortliche zuständig. In dieser Tätigkeit berücksichtigen sie eine Reihe von grundlegenden Werten: Zuoberst steht der Respekt gegenüber dem Publikum und den Personen, die an den Sendungen teilnehmen.

Die SRG legt in ihren Radio- und Fernsehprogrammen Wert darauf, die Nähe zu den Leuten zu pflegen. Denn es ist ihr wichtig, den Austausch im direkten Kontakt mit dem Publikum zu leben und den Wissenserwerb in geselliger Atmosphäre auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise zu fördern.

Im Radio gehören dazu bei SRF beispielsweise Produktionen wie «Uri, Schwyz und Untergang» oder «Morgenstund hat Gold im Mund», bei  RTS das Musikfestival «Label Suisse» oder die Sendung «La Soupe», «Le Kiosque à musiques», «Les Dicodeurs», «Session Paradiso» und «Espace JazzZ»», bei RSI «Il camaleonte» oder «Parzialmente scremato».

Im Fernsehen sind etwa folgende Produktionen zu nennen: Bei SRF die verschiedenen Sendungen von «SF bi de Lüt» wie beispielsweise «Über Stock und Stein» oder «Landfrauenküche», ausserdem  «Samschtig-Jass» und «Donnschtig-Jass» oder «Hopp de Bäse!»; bei RTS Sendungen wie «Cash», «La Boîte à musique», «Dîner à la ferme», «Identités», «Entre chien et chat» oder «captation de spectacles d’humoristes romands» und bei RSI die Sendungen «Attenti a quei due», «Molla l‘osso» oder «Cash».


Wir-Gefühle erzeugen

Unterhaltung wirkt bekanntlich verbindend – und gerade in einem mehrsprachigen und multikulturellen Land wie der Schweiz ist dieses verbindende Element von grosser Bedeutung. Aus diesem Grund veranstaltet die SRG in ihren Programmen regelmässig Sendungen, wo sich Jung und Alt trifft und sich Menschen mit unterschiedlichen Berufen und aus verschiedenen Kulturen begegnen. So entstehen Kollektiverlebnisse, die im Zuge einer sich fragmentierenden Gesellschaft zwar immer seltener stattfinden, aber gerade deshalb wichtig sind.  

Einige Unterhaltungssendungen werden sogar sprach- und länderübergreifend organisiert und leisten somit nicht nur einen Beitrag zur Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften in der Schweiz, sondern auch zum Zusammenhalt über die Landesgrenzen hinaus. Dazu kommt, dass diese interregionalen und internationalen Produktionen nicht nur dem Publikum gemeinsame Erlebnisse bieten; sie ermöglichen auch den Medienschaffenden der SRG einen Erfahrungsaustausch über ihre Unternehmenseinheit hinaus. Die wichtigsten Beispiele  für solche Veranstaltungen sind auf nationaler Ebene die Radiotour, das Musikfestival «Label Suisse» in Lausanne, die 1.-August-Feiern, der «SwissAward»; auf internationaler Ebene sind es beispielsweise der «Musikantenstadl» oder der «Eurovision Song Contest».

Das Genre Unterhaltung eignet sich zunehmend dafür, dass sich Menschen nicht nur direkt vor Ort, sondern auch in einer virtuellen Umgebung begegnen, etwa in Internetforen, bei Online-Spielen oder auf Musikplattformen wie www.mx3.ch oder www.vxm.ch. Auch diese virtuellen Welten ermöglichen Begegnungen und wirken somit verbindend und identitätsbildend.

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