SRG SSR

Solidarität

Solidarität

Der Finanzausgleich ermöglicht gleichwertige Programme in den verschiedenen Landesteilen. Zudem fördert die SRG den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften wie auch den Kulturen, und sie setzt sich für Minderheiten ein.

Solidarischer Finanzausgleich für gleichwertige Programme

Die SRG verteilt die Gebühren- und Werbeeinnahmen nach einem Finanzierungsschlüssel an ihre Radio- und Fernseh-Unternehmenseinheiten in den vier Sprachregionen. Dank dieses Fi­nanzausgleichs zwischen den Sprachregionen erhalten die Unternehmenseinheiten Radio Télévision Suisse (RTS), Radiotelevisione svizzera (RSI) und Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) einen grösseren Anteil der Mittel.

Die SRG verwendet die Empfangsgebühren ausschliesslich für das Programmangebot, zu dem das Unternehmen gemäss Leistungsauftrag verpflichtet ist.

Finanzausgleich 2015 nach Sprachregion

Nationale Programme

Mit interregionalen Programmen leistet die SRG einen Beitrag zur Verständigung zwischen den Sprach- und Kulturgemeinschaften: Eine Fachgruppe evaluiert Projekte, die den gemeinsamen Bedürfnissen der Radio- und Fernsehunternehmen und dem Auftrag der SRG entsprechen. Die realisierten interregionalen Projekte stammen aus den Bereichen Information, Unterhaltung oder Kultur. Diese Produktionen beleuchten die Schweiz aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zum Beispiel mit der 2008 und 2009 gesendeten Reihe «SCIENCEsuisse» – 25 Kurzfilme über die Welt der Wissenschaft und Forschung – oder in den Jahren zuvor mit den Fernsehreihen «PHOTOsuisse», «LiteraTour de Suisse», «ArchitecTour de Suisse» oder «Mysteriöse Schweiz». Zunehmend werden auch Sportereignisse und Unterhaltungssendungen national ausgestrahlt.


Migration, Integration und kulturelle Vielfalt

Die Medien sind wichtige Akteure im Integrationsprozess von Migrantinnen und Migranten. Darum setzt sich die SRG in ihren Radio- und Fernsehprogrammen stetig mit den Vorteilen der kulturellen Diversität auseinander. Ausserdem ist die SRG Kooperationspartnerin der folgenden internationalen Einrichtung:

  • CIVIS Medienstiftung: Die Stiftung sensibilisiert Journalistinnen und Journalisten in Deutsch­land und Europa für Themen der Integration und kulturellen Vielfalt, und sie zeichnet Sendun­gen aus, die sich in herausragender Weise mit diesen Themen beschäftigen. 


Barrierefreies Fernsehen

Es gibt Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, damit sie Fernsehprogramme konsumie­ren können. Dazu gehören Personen mit einer Hör- oder Sehschwäche, aber auch Menschen, bei denen fehlende Sprachkenntnisse den direkten Zugang zu Fernsehsendungen verhindern. Um die kommunikative Integration der Betroffenen zu verbessern, bietet die SRG verschiedene Dienstleistungen an:

  • Untertitelungen: Sämtliche Fernsehprogramme zwischen 19 und 22 Uhr (Primetime) auf den ersten Kanälen werden untertitelt, zudem die Live-Sendungen am Wochenende ab Mittag. Zur Freude der Hörbehinderten werden auch einzelne zusätzliche Programme ausserhalb der Primetime mit Untertiteln versehen. Seit Ende 2009 ist in jeder Sprachregion ein Drittel der TV-Sendungen im linearen Programm untertitelt. 2012 hat sich die SRG dazu verpflichtet, die Untertitel auch im Internet zu verbreiten.
  • Gebärdensprache: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), Radio Télévision Suisse (RTS) und Radiotelevisione svizzera (RSI) versehen seit Januar 2008 eine täglich ausgestrahlte «Tagesschau»-Ausgabe mit Gebärdensprache.
  • Audio Description: Dank Audio Description – eine laufende akustische Beschreibung des Filmablaufs – können Sehbehinderte dem Geschehen folgen. Die SRG strahlt pro Jahr und Sprachregion mindestens 24 Filme aus, die mit Audio-Beschreibungen versehen sind. 2015 strahlte die SRG insgesamt 412 Hörfilme aus.   


Humanitäres Engagement

Die SRG betrachtet die Solidarität zwischen Mehr- und Minderheiten als wichtige Voraussetzung dafür, dass sie ihren Auftrag erfüllen kann. Aus diesem Grund zeigt sie auch Solidarität, wenn es um humanitäre Belange geht.

  • Glückskette: Die von der SRG gegründete Stiftung Glückskette sammelt seit 1946 Spenden für Menschen in Not. Da die Glückskette selbst kein Hilfswerk ist, führen rund 25 akkreditierte Schweizer Part­nerhilfswerke die operationellen Aktionen aus. Die Gelder der Glückskette unterliegen drei Finanzprüfungen und gehören zu den bestkontrollierten in der Schweiz. 2015 war die Glückskette in 172 Projekten in 47 Ländern mit einem Gesamtbetrag von 109 Millionen Franken engagiert. Die bisher grösste Spendenaktion fand Anfang 2005 zugunsten der Opfer des Tsunami statt und brachte 227 Millionen Franken ein. Schweizer Radio und Fernsehen sendet jeden Sonntag um 9.45 Uhr (Radio SRF 1) die fünfminütige Sendung «Glückskette aktuell». 

  • «2 x Weihnachten»: Jeweils gegen Jahresende führt die SRG in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz und der Post eine karitative Sammelaktion unter dem Titel «2 x Weihnachten» durch. Schweizerinnen und Schweizer werden aufgerufen, Benachteiligten im In- und Ausland mit einem Geschenkpaket eine Freude zu machen.
    «2 x Weihnachten» wurde 2015/2016 bereits zum 19. Mal durchgeführt.

  • «Denk an mich»: Eine 1968 gegründete Stiftung von SRF. Die Stiftung ermöglicht mit zwei bis drei Millionen Franken pro Jahr über 10 000 Menschen mit einer Behinderung ein Ferien- und Freizeiterlebnis. Mehr als 50 000 Personen, Vereine und Firmen in der Schweiz haben seit der Gründung rund 60 Millionen Franken gespendet. Jeden Samstagmorgen informiert eine Radiosendung über besondere Aktionen zugunsten der Stiftung.

  • «mitenand»: Die Sendung «mitenand» von SRF berichtet allwöchentlich in kurzen Reportagen über Probleme der Gesundheit, der sozialen Not und der Umwelt in der Schweiz und in der Dritten Welt. Die Berichte zeigen anhand von betroffenen Menschen, wie private Hilfsorganisationen auf diese Herausforderung reagieren. Seit Anfang 2005 steht «mitenand» unter dem Patronat der SRG und wird auch auf RTS («ensemble») und RSI («insieme») ausgestrahlt.
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