Aktuelle Position

Pacte de l'audiovisuel
Die SRG kommt dem Kulturauftrag mit verschiedenen Massnahmen nach. Ein wichtiger Pfeiler der Kulturförderung – jedenfalls der finanziell gewichtigste – ist die Filmförderung. Nachdem die gesetzliche Verpflichtung zur Filmförderung jahrelang sowohl von Seiten der SRG wie auch der Filmschaffenden mehr als Pflicht denn als Chance betrachtet wurde, konnte die Barriere 1996 mit dem Pacte de l’audiovisuel beseitigt werden. Die SRG und fünf Partner der Filmbranche (heute sieben) schufen eine Plattform mit dem Ziel, die Präsenz und Qualität des Schweizer Films zu fördern. Zu den Filmpartnern gehören der Schweizerische Verband der Filmproduzenten (SFP), der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz (FDS), die Schweizer Trickfilmgruppe (STFG), das Forum Romand, die Swissfilm Association,die Gruppe Autoren, Regisseure, Produzenten (GARP) und die Interessengemeinschaft unabhängige Schweizer Filmproduzenten (IG).
Im Januar 2012 haben die SRG und die Partnerverbände des Pacte de l'audiovisuel den neuen Pacte de l'audiovisuel 2012-2015 unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die SRG, in den nächsten vier Jahren rund 90 Millionen Franken in die nationale Filmindustrie zu investieren. Jährlich koproduziert sie im Rahmen des Pacte de l‘audiovisuel landesweit über 200 Kino-, Fernseh-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Serien. Die Kontinuität ihres Engagements trug in den letzten Jahren wesentlich zur Professionalisierung der schweizerischen Filmbranche bei. Für die SRG ist Filmförderung ein Pfeiler ihrer Kulturarbeit. Generaldirektor der SRG Roger de Weck: «Der Schweizer Film ist ein Spiegel der Schweiz und ein Schweizer Spiegel der Welt. Zum Service public gehört aus Überzeugung das massive Engagement für hiesige Regisseure und Produzenten: Seit Bestehen des Abkommens hat die SRG mehr als 275 Millionen Franken in die schweizerische Filmbranche investiert. Die SRG berichtet nicht nur über Kultur, sie ermöglicht auch Kultur». Die Verlängerung des Pacte de l‘audiovisuel um vier Jahre bekräftigt die enge Zusammenarbeit.
Im neuen Pacte wird wie bisher zwischen der selektiven und der automatischen Förderung unterschieden. Für die selektive Förderung stehen jährlich rund 18 Millionen Franken zur Verfügung, davon sind elf Millionen für Fernsehproduktionen und sieben Millionen für die Koproduktion von Kinofilmen vorgesehen. Damit wird die Beitragssumme für Fernsehproduktionen um drei Millionen Franken erhöht. Im Gegenzug reduziert das Bundesamt für Kultur seine bisher für Fernsehproduktionen reservierten selektiven Mittel und alimentiert damit die stark ausgebaute erfolgsabhängige Filmförderung.
Neu werden im Pacte de l‘audiovisuel auch unabhängige Produktionen im Bereich Multimedia unterstützt. Die Nutzung und die Produktion von audiovisuellen Inhalten hat sich in den letzten Jahren durch die neuen Medientechnologien radikal verändert: Filme werden heute nicht mehr nur für die Leinwand oder für den Bildschirm produziert, sondern immer mehr auch für die Nutzung auf Smartphones oder für das Internet konzipiert und realisiert. Mit der neuen Förderung trägt die SRG dieser Entwicklung im audiovisuellen Schaffen Rechnung.
Die erfolgsabhängige Förderung wird ebenfalls erweitert und sieht zwei Instrumente vor: Neben der Auszeichnung «Succès Passage Antenne», welche die Ausstrahlung von Filmen auf den Kanälen der SRG belohnt, wird neu auch die Auszeichnung «Succès Artistique» für künstlerisch wertvolle Filme vergeben. Schweizer Filme, die an wichtige nationale und internationale Festivals eingeladen und dort allenfalls ausgezeichnet werden, kommen in den Genuss dieser neuen Kulturförderung.
Die SRG, die die Qualitätsziele des Service public verfolgt, positioniert sich weiterhin als aktive Partnerin der Branche. Seit 1998 hat sie im Rahmen des Pacte fast 300 Millionen Franken investiert. Dank der Partnerschaft der SRG konnten bereits an die 2000 Fernseh-, Dokumentar-, Kurz- und Trickfilme produziert werden.
Aktuelles
Facts & Figures 2012
Koproduktionen – Coproductions 2012
Medienmitteilung: Die SRG SSR setzt zusätzliche Schwerpunkte in ihrer Filmförderung (25.01.2013)

