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Delegiertenversammlung der SRG SSR: Wahlen in den Verwaltungsrat und Vorbehalt gegenüber der neuen Konzession

Medienmitteilung

29.11.2007

Delegiertenversammlung der SRG SSR: Wahlen in den Verwaltungsrat und Vorbehalt gegenüber der neuen Konzession

Die Delegiertenversammlung der SRG SSR wählte Jean-Bernard Münch als Präsidenten des Verwaltungsrates SRG SSR (VR) für eine weitere Amtsperiode und bestätigte Elisabeth Veya als Mitglied des VR. Neu in den VR gewählt wurden Lucy Küng-Shankleman, Hans Lauri und Ulrich Gygi. Die Delegiertenversammlung formulierte Vorbehalt gegenüber der vom Bundesrat verabschiedeten Konzession.

Die Delegiertenversammlung der SRG SSR idée suisse (DV) hat sich an ihrer Sitzung vom 29. November 2007 konstituiert. Die Statuten bestimmen eine Delegiertenversammlung als neues oberstes Organ der SRG SSR. Die DV mit 41 Mitgliedern löst den bisherigen Zentralrat mit 21 Mitgliedern ab.

Die Delegierten haben Jean-Bernard Münch als Präsidenten des Verwaltungsrates SRG SSR (VR) für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Münch wurde am 20. September 2002 vom Bundesrat zum Präsidenten der SRG SSR ernannt. Aufgrund seines bisherigen Leistungsausweises wählte die DV Jean-Bernard Münch als Verwaltungsrat und Präsidenten SRG SSR für die Amtsperiode 2008 bis 2011.

Gemäss neuem RTVG wählt die DV nebst dem Präsidenten zwei weitere Mitglieder des VR SRG SSR. Auf Antrag des Verwaltungsrates wählte sie Frau Elisabeth Veya und Frau Lucy Küng-Shankleman für die Amtsdauer 2008 bis 2011.

  • Frau Dr. Elisabeth Veya ist seit 2000 Geschäftsführerin der Stiftung «Science et Cité / Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog» und seit 2001 Mitglied des VR SRG SSR.
     Mit ihrer langjährigen Erfahrung in Politik und Verwaltung und ihrer Sachkompetenz in den Bereichen Medien, Gesellschaftspolitik und Unternehmenskultur hat sich Elisabeth Veya im VR SRG SSR grosse Verdienste erworben.
  • Frau Dr. Lucy Küng-Shankleman ist Privatdozentin für Strategisches Management an der Universität St. Gallen und hat Lehraufträge an Universitäten und Managementschulen in Schweden, New York und Grossbritannien. Ihr besonderes
     Interesse gilt den neuen Medien und den Voraussetzungen und Hindernissen bei der Umsetzung von Strategien im Medienbereich.

Gemäss neuem RTVG ernennt der Bundesrat zwei weitere Vertreter in den Verwaltungsrat der SRG SSR. An seiner Sitzung vom 28. November 2007 hat er auf Antrag des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Hans Lauri (Rechtsanwalt) und Ulrich Gygi (Konzernleiter Die Schweizerische Post) zu neuen Mitgliedern des Verwaltungsrats der SRG SSR gewählt. Lauri und Gygi sollen den Verwaltungsrat mit ihrer Führungserfahrung und regionalpolitischen Sensibilität verstärken.

Dem SRG-SSR-Verwaltungsrat gehören insgesamt neun Mitglieder an: Die Präsidenten der vier Regionalgesellschaften sowie drei von der Delegiertenversammlung und zwei vom Bundesrat gewählte Personen.

Zusammensetzung des VR SRG SSR ab 1. Januar 2008

  • Jean-Bernard Münch (Präsident SRG SSR)
  • Viktor Baumeler (Präsident SRG.D)
  • Jean-François Roth (Präsident RTSR)
  • Claudio Generali (Präsident CORSI)
  • Duri Bezzola, Präsident CRR (SRG SSR Svizra Rumantscha)
  • Lucy Küng-Shankleman (Privatdozentin für Medien- und Kommunikationsmanagement, Universität St. Gallen)
  • Elisabeth Veya (Geschäftsführerin der Stiftung «Science et Cité / Wissenschaft und Gesellschaft im Dialog»)
  • Hans Lauri (Rechtsanwalt, vom Bundesrates gewählt)
  • Ulrich Gygi (Konzernleiter Die Schweizerische Post, vom Bundesrat gewählt)

Vorbehalt zur neuen Konzession
Die DV hat die Konzessionserteilung durch den Bundesrat zur Kenntnis genommen und begrüsst, dass das bisherige Programmangebot im vollen Umfang gesichert ist und mit HD suisse ein neuer viersprachiger Fernsehsender in HD-Qualität lanciert werden kann.

Mit anderen Bestimmungen der Konzession ist die DV nicht einverstanden. Dies betrifft insbesondere die Bestimmung, wonach Personen, welche führende Positionen innerhalb der Vereinsstruktur der SRG SSR wahrnehmen, nicht in den VR wählbar sind. Die DV sieht darin eine Einmischung in die Organisationsautonomie der SRG SSR und einen gravierenden Eingriff in die föderalistische Organisationsstruktur der SRG SSR.

Deshalb hat die DV beschlossen, einen formellen Vorbehalt anzubringen. Der VR wurde beauftragt, diese Bestimmung zu analysieren und umgehend mit dem Konzessionsgeber die Diskussion aufzunehmen.

Weitere Auskünfte erteilt

Daniel Steiner, Mediensprecher SRG SSR idée suisse, Tel. 031 350 91 20

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