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SRG SSR idée suisse ist gegen weitere Einschränkungen in Werbung und Sponsoring

Medienmitteilung

23.08.2006

SRG SSR idée suisse ist gegen weitere Einschränkungen in Werbung und Sponsoring

Grundsätzlich akzeptiert die SRG SSR idée suisse, dass der Rahmen für kommerzielle Einnahmen privater Rundfunkanbieter auch im neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) weiter gesteckt wird als für die SRG SSR. Sie ist aber gegen die zusätzliche Einschränkung ihrer bereits heute limitierten Möglichkeiten in Werbung und Sponsoring sowie gegen den Ausschluss neuer Werbeformen und Werbeplattformen. Die im Entwurf zur Radio- und Fernsehverordnung (RTVV) vorgesehenen Verschlechterungen der kommerziellen Rahmenbedingungen stehen im Widerspruch zu international gängigen Regelungen und gehen letztlich zulasten der Gebührenzahlenden wie auch Dritter, beispielsweise der Filmförderung.

Am 18. August 2006 hat die SRG SSR ihre Stellungnahme zum Entwurf der neuen RTVV beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eingereicht. In ihrem Positionspapier wehrt sich die SRG SSR gegen Regulierungsvorschläge in den Bereichen Werbung und Sponsoring, welche ohne hinreichende Rechtfertigung ihre bereits heute limitierten kommerziellen Möglichkeiten weiter einschränken würden:

  • Die heute zulässige, einmalige Unterbrechung für Werbung bei Spielfilmen soll   es in den Fernsehprogrammen der SRG SSR künftig nicht mehr geben.
  • In den Sendungen der SRG SSR soll das heute zurückhaltend praktizierte Product placement generell verboten werden.
  • Die Ausgestaltung der im schweizerischen Rundfunkrecht erstmals erlaubten neuen Fernsehwerbeformen wie Splitscreen, interaktive und virtuelle Werbung ist im Unterschied zu Lösungen im Ausland generell restriktiv. Splitscreen soll der SRG SSR zudem weitgehend untersagt sein.
  • Kommerzialisierungsmöglichkeiten im Multimedia-Bereich sollen der SRG SSR vollständig untersagt werden.

Die SRG SSR sagt grundsätzlich Ja zur asymmetrischen Werbeordnung, das heisst zur weit gehenden Liberalisierung der Werbeordnung für die anderen Programmveranstalter.

Die im Anhörungsentwurf vorgeschlagenen zusätzlichen Einschränkungen gehen jedoch über den vom Publikum längst akzeptierten Status quo hinaus und auch wesentlich weiter, als dies vom übergeordneten RTVG vorgegeben wird.

Gerade im Bereich der Fernsehwerbung muss der SRG SSR ein möglichst grosser Spielraum erhalten bleiben. Das Geschäft mit klassischen Werbespots gerät zunehmend unter Druck. Im laufenden Jahr sind die Einnahmen der SRG SSR aus der Fernsehwerbung gegenüber dem Vorjahr rückläufig – trotz Erholung der Konjunktur und grosser Sportveranstaltungen. Verantwortlich dafür sind strukturelle Veränderungen, unter anderem die ausländischen Werbefenster, die Umgestaltung des Tarifgefüges und insbesondere die rasant wachsenden, neuen Formen der kommerziellen Kommunikation, beispielsweise im Online-Bereich.

Programm- und Multimediaangebote der SRG SSR ergänzen sich im Rahmen des Leistungsauftrages. Weitgehende Einschränkungen der SRG SSR bei den Finanzierungsmöglichkeiten der Angebote im Multimedia-Bereich würden den Service public schwächen und lägen damit nicht im öffentlichen Interesse.

Das Verbot von Product placement würde Koproduktionen der SRG SSR im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel erschweren, teilweise verunmöglichen und dem schweizerischen Filmschaffen erheblichen Schaden zufügen. Am vergangenen Filmfestival von Locarno waren 29 der 170 gezeigten Filme Koproduktionen der SRG SSR. Sie hat sich mit ihren Unternehmenseinheiten als bedeutendste Filmförderin des Landes etabliert. Nicht zuletzt dank des Pacte de l’audiovisuel, der dieses Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert, hat der Schweizer Film seinen Marktanteil im laufenden Jahr auf über 10 Prozent erhöhen können.

Die materiellen Stellungnahmen zu den einzelnen Bestimmungen des Verordnungsentwurfs können auf www.srgssrideesuisse.ch und www.bakom.admin.ch eingesehen werden.

Unternehmenskommunikation
SRG SSR idée suisse

Tel. 031 350 92 31

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