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Medienpreis idée suisse für Jürg Brandenberger und Christine Brand

Medienmitteilung

04.11.2005

Medienpreis idée suisse für Jürg Brandenberger und Christine Brand

Der diesjährige Medienpreis idée suisse geht an Jürg Brandenberger und Christine Brand von der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens DRS für einen ungewöhnlichen Beitrag, der versucht, Hintergründe von Familiendramen aufzuzeigen. Die Redaktion sprach mit dem blinden Silvan (er hatte die Tötung der Familie durch den Vater überlebt) und Titus A. (er hatte Frau und Kinder umgebracht). Die beiden Männer waren bereit, über das Geschehen aus der Opfer- und aus der Täterperspektive Auskunft zu geben. Der Beitrag ist schnörkellos, in keiner Weise voyeuristisch und optisch wie inhaltlich sehr präzise. Er war im aktuellen Umfeld einer weiteren Tat entstanden.

Neben diesem Hauptpreis hat die Jury vier Ehrenmeldungen verliehen. Furio Ghielmini, Redaktor der Regionalchronik von Radio svizzera di lingua italiana, hat es verstanden, «Das Leben nach dem Tsunami» heraufzubeschwören, in einem intensiven Gespräch mit einem aus Südostasien zurückgekehrten Brautpaar. Beide konnten sich retten, mit Verletzungen am ganzen Körper. Ghielmini befragte das Paar behutsam unmittelbar nach seiner Rückkehr im Spital von Lugano.

Judith Wernli und Andi Löffel vom «Tagesprogramm» des Senders DRS 3 haben nach kurzer Vorbereitung eine Woche lang in Live-Gesprächen und gestalteten Beiträgen von einer Alp berichtet. In erfrischender Unbefangenheit brachten sie Alp-Atmosphäre und hartes Tagewerk einem breiten Publikum näher.

Gleich zwei Anerkennungen gingen an die Sendung «Kultur Aktuell» des Schweizer Fernsehens DRS. Der eine Beitrag entstand in rascher Reaktion auf die fragwürdige Boulevard-Berichterstattung über die Ausstellung von Thomas Hirschhorn in Paris. Einen Tag nach der Strafaktion des uninformierten Ständerats zeigten Markus Unterfinger und Andrea Grieder plastisch, worum es Hirschhorn und dem Centre Culturel Suisse eigentlich ging. Der zweite Bericht war den Folgen des Hochwassers am Beispiel des Kleinverlegers Lars Müller gewidmet. Jürg Gautschi begleitete respektvoll den aus dem Ausland heimgekehrten Müller, der einen Teil seines Lebenswerks, seltenste Altausgaben der Literatur, im Wasser zerstört fand.

Die SRG SSR idée suisse verleiht den Medienpreis jedes Jahr im Rahmen des Management-Meetings. Sie prämiert damit Beiträge aus dem audiovisuellen Alltagsjournalismus der eigenen Sender. Die vom scheidenden Präsidenten Peter Studer geleitete Jury bestand aus Monica Piffaretti, Verleger Dominique von Burg, Chefredaktor der Tribune de Genève, Rainer Stadler, Medienredaktor der Neuen Zürcher Zeitung, und Jacques Donzel, ehemaliger Programmdirektor von Radio Suisse Romande. Armin Walpen, Generaldirektor SRG SSR idée suisse, bekräftigte sein Engagement für diesen von ihm vor sechs Jahren geschaffenen Preis.

Simon Meyer
Leiter a.i. Unternehmenskommunikation SRG SSR idée suisse
Tel. 031 350 93 58

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