SRG SSR

CINEMAsuisse

Die Fernsehreihe der SRG

2012-06-07 Cine Suisse Logo (Vergrösserte Ansicht in neuem Fenster)

Zehn grosse Schweizer Filmschaffende und jeder ein Meister seines Fachs: Ihnen widmet CINEMAsuisse, die neue Fernsehreihe der SRG SSR, je einen Porträtfilm. Dieser erzählt die Geschichte des Regisseurs und lässt das Publikum eintauchen in seine Filmwelten. Einmalige Archivdokumente reichern die Porträts an.

Die ausgewählten Filmschaffenden haben die Filmszene Schweiz massgebend beeinflusst. Und vor allem haben sie Zeitstimmungen und wichtige Themen dank ihrer Sensibilität und ihrem Können in packenden Filmen festgehalten. Ihnen verdankt das Kinopublikum unvergessliche Momente und einen erweiterten Blick auf den eigenen Alltag und auf unterschiedliche Realitäten.  

Die meisten der ausgewählten Regisseure erzählen mit ihren Filmen Geschichten, die in der Schweiz verwurzelt sind. Sie haben damit unser kollektives Gedächtnis mitgeprägt. Der Davoser Marc Forster hat sich mit grosser Ausdauer und Talent in Hollywood etabliert und macht dort grosses internationales Kino. Xavier Koller holte sich als bisher einziger Schweizer Regisseur einen Oscar – mit einer berührenden Geschichte, die zwar in der Schweiz spielt, aber weltweit verstanden wird.  

CINEMAsuisse ist die fünfte Fernsehreihe, die kreativen Spitzenleistungen aus der Schweiz würdigt – nach Literatur, Architektur, Fotografie und Design. SRF, RTS, RSI und TvR produzieren die Reihen gemeinsam. CINEMAsuisse wurde  im Sommer 2012 auf den jeweiligen Fernsehsendern ausgestrahlt.

Fortsetzung folgt: Ab Juni 2013 zeigen SRF, RTS und RSI zehn weitere einmalige Porträtfilme von Schweizer Regisseuren.

Fredi M. Murer

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Regisseur, Drehbuchautor, Erzähler und Zeichner. Fredi M. Murer gehört zu den Grossen im Schweizer Film. Filme wie «Grauzone» oder «Höhenfeuer» haben Kultstatus, die hiesige Filmlandschaft massgeblich geprägt und den Filmemacher weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Seine Filme bestechen durch präzise, aber immer auch liebevoll-poetische Beobachtungen. Vom experimentellen Kurzfilm bis zum abendfüllenden Spielfilm: Fredi M. Murer geht es darum, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

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Xavier Koller

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Xavier Koller ist ein international arrivierter und zugleich ur-schweizerischer Regisseur: Mit «Das gefrorene Herz» und «Der Schwarze Tanner» hat er Schweizer Filmgeschichte geschrieben. Mit dem Flüchtlingsdrama «Reise der Hoffnung» gewann er als bisher einziger Schweizer Regisseur einen Oscar für den besten ausländischen Film – Startschuss für eine kurvenreiche Karriere in der Traumfabrik Hollywood. Seinen neuen Film «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» hat Xavier Koller jüngst wieder in der  Schweiz gedreht.

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Marc Forster

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Marc Forster ist der einzige Schweizer Regisseur, der sich in Hollywoods Regie-Elite wirklich etabliert hat. Mit knapp 30 Jahren feierte er mit dem Rassismus-Drama «Monster‘s Ball» seinen  Durchbruch: Halle Berry gewann als erste Afroamerikanerin einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Nach Erfolgen wie «Finding Neverland» oder der schrägen Komödie «Stranger Than Fiction» folgte «Quantum of Solace», der einer der grössten kommerziellen Erfolge der James Bond-Reihe wurde.

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Daniel Schmid

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Daniel Schmids Filme liefen auf den grossen Leinwänden dieser Welt: auf  der Piazza Grande von Locarno oder im Wettbewerb von Cannes. Mit Filmen wie «Il bacio di Tosca» und «Zwischensaison» hinterliess er ein vielfältiges Werk, das geprägt ist von Schmids lyrischer Bildsprache und Musikalität. 1999 erhielt der Bündner Filmemacher in Locarno den Goldenen Ehrenleoparden für sein Gesamtwerk.

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Alain Tanner

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Hätte es die Filmerei nicht gegeben, wäre er wohl Seefahrer geworden. Alain Tanner mochte die Schweiz nicht sonderlich, seine Sehnsucht nach der Fremde trieb ihn erst an die See und in die Welt der Häfen – später wurde er zu einem der inspirierendsten Filmemachern des Nouveau Cinéma, der seine Utopie vom freieren Leben in beunruhigend subversiven Filmen wie «La Salamandre» und «Jonas qui aura 25 ans en l'an 2000» formulierte.

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Richard Dindo

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Er gilt als hundertprozentiger 68er, der an der Ungerechtigkeit der Welt leidet, und er befürwortet, dass sich Menschen dagegen auflehnen. Richard Dindo selbst führt diesen Kampf gegen die Mächtigen mit seinen Dokumentarfilmen: mit Porträts von kleinen Rebellen wie «Dani, Michi Renato & Max», weltberühmten Revolutionären («Ernesto Che Guevara: Le journal de Bolivie») oder seinem politisch brisanten Werk «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.» aus dem Jahre 1975.

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Claude Goretta

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Claude Goretta ist einer der Gründerväter des neuen Schweizer Kinos. Im Fokus hat der Genfer die einfachen Menschen, «Les petites gens». In der Schweiz blieb er lange Zeit «graue Eminenz». Dabei hat er ein reichhaltiges Werk geschaffen, wie diese Folge von CINEMAsuisse zeigt. Mehrmals wurde Goretta am Filmfestival von Cannes ausgezeichnet, bis er 2010 den Ehren-Quartz und 2011 in Locarno den Leoparden für sein Lebenswerk erhielt.

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Silvio Soldini

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Silvio Soldini macht seit dreissig Jahren Filme verschiedener Genres. Seine Figuren haben meist eines gemeinsam: Es sind Suchende in einem unvollkommenen Leben. Soldinis Frühwerk ist geprägt von der Nouvelle Vague, von Antonioni, Wenders und Godard. Den internationalen Durchbruch schafft der Italo-Schweizer Filmemacher im Jahr 2000 mit seiner allerersten Komödie «Pane e Tulipani» (Brot und Tulpen), die ihn bei einem breiten Publikum bekannt und beliebt gemacht hat.

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Jean-Luc Godard

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Mit seiner radikalen Filmästhetik gehört Jean-Luc Godard zu den einflussreichsten Filmregisseuren – weit über die 1960er-Jahre hinaus. Als Mitbegründer der Nouvelle Vague lehnte er sich gegen die (un)geschriebenen Gesetze des Kinos auf und schuf eine unverkennbare, experimentelle Filmsprache. Für CINEMAsuisse hat Godard ein filmisches Selbstporträt geschaffen.

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Michel Soutter

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Sein Werkstoff war die Poesie: Michel Soutters erste Filme gelten heute als Meilensteine des Neuen Schweizer Films – er selbst als ein rebellischer Poet der Bilder, dessen Filme mitunter sperrig und jenseits politischer Aktion gleichwohl hochpolitisch waren – wie diese Folge von CINEMAsuisse zeigt.

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Sendung

Grand Angle Présentation de la série CINEMAsuisse (17.06.2012, RTS)

DVD

Reservation der DVD-Kollektion CINEMAsuisse 1 und 2: cinemasuisse(at)srgssr.ch

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